Bericht SOR-Landestag (2017)

In einer Zeit, in der viele Menschen nach Deutschland flüchten, stellt sich oft die Frage, wie die Integration umgesetzt werden soll. Immerhin ist die Integration in eine andere Kultur ein langwieriger, komplexer Prozess, aber es gibt einen Bereich in unserem Alltag, in dem die Integration schon intensiv gelebt wird, nämlich im Sport. Aus diesem Grund widmete sich der Landestag von Schule ohne Rassismus Schule mit Courage in Sachsen-Anhalt , der dieses Jahr in den Franckeschen Stiftungen in Halle stattfand, diesem Thema Sport-Spiel-Fairness. Als SoR-Schule waren wir dort am 20.09.2017 wieder einmal mit einer kleinen Schülergruppe vertreten. In zwei von insgesamt 24 Workshops beschäftigten wir uns mit den Integrationsmöglichkeiten im Volleyball und der sexuellen Identität und dem Umgang mit dieser im Sport. Beide Workshops begannen zunächst mit einem Kennen-Lern-Spiel. Danach wurde im Volleyballworkshop der eigene Lebensfluss gezeichnet, damit danach der eines Flüchtlings, der Terror und Krieg erlebt hat, nachvollzogen werden konnte. Daraufhin basierend wurde diskutiert, wie die Integration jemandem, der so etwas erlebt hat, helfen kann und wie diese Integration vorzunehmen ist.

Ähnlich dazu beschäftigte sich der Homophobie-Workshop damit, wie kompliziert es sein kann die eigene sexuelle Identität im Sport frei auszuleben. Dies stellte der erste geoutete Profifußballer Deutschlands Marcus Urban vor. Anschließend wurde auch hier nach Ideen und Vorschlägen gesucht, wie man den Sport offener gestalten kann.

In den Workshops sammelten wir Inspirationen dafür, wie wir selbst dieses Thema an unserer Schule anbringen können. Das Programm wurde umrahmt durch Auftritte von unter anderem dem Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Marco Tullner,  und dem ehemaligen Profischwimmer Paul Biedermann. Dazu gab es noch ein Unterhaltungsprogramm durch die Guardian Angels, eine Cheerleadergruppe aus Halle, und die Dixi-Band vom Gymnasium am Thie aus Blankenburg.

Nach einem produktiven Tag machten wir uns gegen 15 Uhr wieder auf die Heimreise mit vielen neuen Erkenntnissen und Ideen.

-Annika Müller

 

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